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Netzwerkdiagnose

Die Netzwerkdiagnose hilft bei der Fehlersuche, wenn das Wetterrelais keine Verbindung zum Netzwerk, zum Internet oder zu externen Diensten herstellen kann.

Mit den einzelnen Prüfungen lässt sich schrittweise feststellen, an welcher Stelle die Kommunikation gestört ist. Zusätzlich steht eine automatische Funktionsprüfung zur Verfügung, die die wichtigsten Netzwerkfunktionen nacheinander überprüft.

Keine Änderung der Netzwerkeinstellungen

Die Diagnose verändert keine Netzwerkeinstellungen des Wetterrelais.

Nur die Funktion Uhr jetzt per NTP synchronisieren stellt die Geräteuhr neu.


Aktuelle Netzwerkkonfiguration

Im oberen Bereich der Seite wird die aktuell verwendete Netzwerkkonfiguration angezeigt:

  • Schnittstelle
  • IP-Adresse
  • Gateway
  • DNS-Server

Diese Angaben sind bei der Fehlersuche besonders hilfreich.

Die IP-Adresse zeigt, unter welcher Adresse das Wetterrelais im Netzwerk erreichbar ist. Das Gateway wird normalerweise für Verbindungen außerhalb des eigenen Netzwerks verwendet. Der DNS-Server ist für die Auflösung von Hostnamen wie wetterrelais.de in IP-Adressen zuständig.


Automatische Funktionsprüfung

Für eine erste Fehlersuche empfiehlt sich die Automatische Funktionsprüfung.

Dabei prüft das Wetterrelais nacheinander:

  1. die aktuelle Netzwerkkonfiguration,
  2. die Erreichbarkeit des Gateways bzw. Routers,
  3. die Erreichbarkeit einer Internetadresse,
  4. die DNS-Namensauflösung,
  5. den Aufbau einer TCP-Verbindung über HTTPS,
  6. die konfigurierten NTP-Server.

Als externe Internetadresse wird 8.8.8.8 verwendet. Für die DNS- und HTTPS-Prüfung wird wetterrelais.de verwendet.

Nach Abschluss wird für jeden Test angezeigt, ob er erfolgreich war.

Ergebnis interpretieren

Ergebnis Mögliche Ursache
Netzwerkkonfiguration kann nicht gelesen werden Netzwerkschnittstelle ist möglicherweise nicht korrekt initialisiert
Gateway nicht erreichbar Problem im lokalen Netzwerk, bei der Netzwerkverbindung oder beim Gateway
Gateway erreichbar, Internetadresse nicht erreichbar Internetzugang oder Routing sollte geprüft werden
Internetadresse erreichbar, DNS schlägt fehl Problem mit dem eingetragenen DNS-Server oder der Namensauflösung
DNS funktioniert, TCP-Verbindung schlägt fehl Verbindung zum Ziel oder zum verwendeten Port wird möglicherweise blockiert
Netzwerk funktioniert, NTP schlägt fehl Die konfigurierten NTP-Server sind nicht erreichbar oder können nicht aufgelöst werden

Ping kann blockiert werden

Ein fehlgeschlagener Ping bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Ziel nicht erreichbar ist. Router, Server oder Firewalls können ICMP-Pakete blockieren. Deshalb führt die automatische Diagnose zusätzlich einen TCP-Verbindungstest über Port 443 durch.


Ping-Test

Mit dem Ping-Test kann geprüft werden, ob eine bestimmte IPv4-Adresse oder ein Hostname vom Wetterrelais aus erreichbar ist.

Als Ziel kann beispielsweise eine IP-Adresse eingegeben werden:

8.8.8.8

Alternativ kann ein Hostname verwendet werden:

wetterrelais.de

Zusätzlich lässt sich die Anzahl der Ping-Anfragen festlegen.

Das Ergebnis enthält:

  • Anzahl gesendeter Pakete
  • Anzahl empfangener Pakete
  • Paketverlust in Prozent
  • minimale Antwortzeit
  • durchschnittliche Antwortzeit
  • maximale Antwortzeit
  • Antwortzeit jeder einzelnen Anfrage

Beispiele

Um zunächst nur die Verbindung zum lokalen Netzwerk zu prüfen, kann die IP-Adresse des eigenen Routers bzw. Gateways verwendet werden.

Um anschließend zu prüfen, ob grundsätzlich eine Verbindung in das Internet besteht, kann beispielsweise folgende Adresse verwendet werden:

8.8.8.8

Wird statt einer IP-Adresse ein Hostname verwendet, muss zusätzlich die Namensauflösung funktionieren.

Paketverlust

Idealerweise werden alle gesendeten Pakete beantwortet.

Beispiel:

4 / 4 empfangen
Paketverlust: 0 %

Werden nur einige Pakete beantwortet, kann dies auf eine instabile Verbindung hinweisen.

Ein vollständiger Paketverlust ist dagegen nicht automatisch ein Beweis für eine unterbrochene Netzwerkverbindung, da Ping-Anfragen von Netzwerkkomponenten blockiert werden können.


DNS-Test

DNS wird benötigt, um einen Hostnamen wie

wetterrelais.de

in eine IP-Adresse umzuwandeln.

Der DNS-Test führt die Namensauflösung mehrfach hintereinander durch. Dadurch können auch sporadisch auftretende DNS-Probleme erkannt werden.

Für jeden Versuch werden angezeigt:

  • Status der Namensauflösung
  • ermittelte IPv4-Adresse
  • Antwortzeit
  • gegebenenfalls eine Fehlermeldung

Zusätzlich wird dargestellt, wie viele der angeforderten DNS-Abfragen erfolgreich waren.

Beispiel

3 / 3 erfolgreich

bedeutet, dass alle drei Namensauflösungen funktioniert haben.

Ein Ergebnis wie

2 / 3 erfolgreich

kann auf ein sporadisches Problem bei der DNS-Auflösung hindeuten.

DNS gezielt prüfen

Wenn ein Ping auf eine IP-Adresse funktioniert, ein Zugriff über einen Hostnamen jedoch nicht, sollte der DNS-Test durchgeführt werden.

Ein typisches Testziel ist:

wetterrelais.de

TCP-Port-Test

Mit dem TCP-Port-Test kann geprüft werden, ob das Wetterrelais eine TCP-Verbindung zu einem bestimmten Host und Port aufbauen kann.

Dazu werden angegeben:

  • IP-Adresse oder Hostname
  • TCP-Port

Ein typischer Test für eine HTTPS-Verbindung ist:

Host: wetterrelais.de
Port: 443

Bei erfolgreicher Verbindung werden die Zieladresse und die benötigte Verbindungszeit angezeigt.

Der Test ist besonders hilfreich, wenn vermutet wird, dass eine Firewall oder eine Netzwerkregel bestimmte Verbindungen blockiert.

Beispiele

HTTPS-Verbindung prüfen:

wetterrelais.de
Port 443

Einen eigenen Server prüfen:

192.168.1.10
Port 502

Damit kann unabhängig von der eigentlichen Anwendung geprüft werden, ob eine TCP-Verbindung zum angegebenen Port aufgebaut werden kann.

Note

Ein erfolgreicher TCP-Test bestätigt zunächst nur, dass eine Verbindung zu diesem Port aufgebaut werden konnte. Er prüft nicht die vollständige Funktion des darüber verwendeten Anwendungsprotokolls.


NTP-Server prüfen

Das Wetterrelais verwendet NTP-Server zur Synchronisation seiner Geräteuhr.

Über NTP-Server prüfen werden alle im Parameter

Time_NtpHost

eingetragenen NTP-Server einzeln getestet.

Für jeden Server zeigt die Diagnose:

  • Servername
  • Status
  • aufgelöste IPv4-Adresse
  • Antwortzeit
  • vom Server gelieferte UTC-Zeit
  • gegebenenfalls eine Fehlermeldung

Damit lässt sich unterscheiden, ob beispielsweise bereits die Namensauflösung des NTP-Servers fehlschlägt oder der Server selbst nicht antwortet.

Sind mehrere NTP-Server konfiguriert, werden diese getrennt dargestellt.


Geräteuhr über NTP synchronisieren

Mit

Uhr jetzt per NTP synchronisieren

kann zusätzlich eine sofortige Synchronisation der Geräteuhr gestartet werden.

Bei erfolgreicher Synchronisation zeigt das Wetterrelais unter anderem:

  • den verwendeten NTP-Server,
  • die Zeitabweichung vor der Synchronisation,
  • den Status der Synchronisation.

Bei dieser manuellen Synchronisation wird die Begrenzung für große Zeitabweichungen bewusst ignoriert.

Diese Funktion ist deshalb insbesondere zur Fehlerbehebung oder nach einer fehlerhaften Uhrzeiteinstellung vorgesehen.


Systematische Fehlersuche

Bei Netzwerkproblemen empfiehlt sich folgende Reihenfolge:

1. Automatische Funktionsprüfung starten

Zunächst die Automatische Funktionsprüfung ausführen. Sie gibt einen schnellen Überblick darüber, welcher Bereich betroffen ist.

2. Netzwerkkonfiguration kontrollieren

Prüfen, ob IP-Adresse, Gateway und DNS-Server plausibel sind.

3. Gateway prüfen

Das Gateway mit dem Ping-Test prüfen.

Funktioniert bereits diese Verbindung nicht, liegt das Problem wahrscheinlich innerhalb des lokalen Netzwerks.

4. Internetverbindung prüfen

Anschließend beispielsweise

8.8.8.8

anpingen.

Ist das Gateway erreichbar, die externe IP-Adresse jedoch nicht, sollte der Internetzugang bzw. das Routing geprüft werden.

5. DNS prüfen

Danach die DNS-Auflösung von

wetterrelais.de

prüfen.

Funktioniert der Zugriff auf IP-Adressen, aber die DNS-Auflösung nicht, sollte insbesondere der konfigurierte DNS-Server geprüft werden.

6. TCP-Verbindung prüfen

Als nächsten Schritt beispielsweise

wetterrelais.de
Port 443

prüfen.

Damit kann festgestellt werden, ob eine TCP-Verbindung nach außen aufgebaut werden kann.

7. NTP prüfen

Sind die übrigen Netzwerkprüfungen erfolgreich, die NTP-Server jedoch nicht erreichbar, können die konfigurierten Zeitserver gezielt mit NTP-Server prüfen untersucht werden.


Diagnoseergebnisse für den Support

Bei weiterhin bestehenden Netzwerkproblemen können die Ergebnisse der Diagnose bei der Eingrenzung des Fehlers helfen.

Besonders hilfreich sind:

  • angezeigte Netzwerkschnittstelle
  • IP-Adresse
  • Gateway
  • DNS-Server
  • Ergebnis der automatischen Funktionsprüfung
  • DNS-Testergebnisse
  • TCP-Testergebnis
  • Ergebnisse der NTP-Prüfung
  • angezeigte Fehlermeldungen

Mit diesen Informationen lässt sich häufig erkennen, ob die Ursache im Wetterrelais, im lokalen Netzwerk, bei der Namensauflösung oder beim Zugriff auf externe Dienste liegt.