Funktionsbaustein: Prüfen
Der Funktionsblock Prüfen wandelt eine numerische Bedingung in ein Logiksignal um. Er eignet sich damit als Übergang von numerischen Wetter- oder Messdaten zur Schaltlogik.
Anschlüsse
| Anschluss | Typ | Bedeutung |
|---|---|---|
| Eingang | Wert / Daten | einzelner numerischer Wert oder numerische Datenreihe |
| Ausgang | Logik | Ergebnis der Bedingung |
Der Block akzeptiert sowohl einen einzelnen Wert als auch Daten. Dadurch kann er direkt hinter einer Statistik, einem Shelly-Messwert, einem analogen Modbus-Ausgang oder einer Wetterdatenquelle eingesetzt werden.
Datenwerte auswerten
Für Datenreihen bietet der Editor vier Auswertungsarten. Bei einem einzelnen Wert beziehen sich Vergleich und Grenzwert direkt auf diesen Wert:
sind
Die Werte werden anhand der gewählten Vergleichsbedingung beurteilt.
im Durchschnitt
Aus der Datenreihe wird zunächst ein Durchschnitt gebildet und dieser anschließend mit dem Grenzwert verglichen.
einmalig
Die Bedingung gilt, wenn die konfigurierte Prüfung innerhalb der Datenreihe mindestens einmal zutrifft.
in Summe
Die Werte werden summiert und die Summe anschließend geprüft.
Vergleich
Folgende Vergleiche stehen zur Verfügung:
- gleich
- größer
- größer gleich
- kleiner
- kleiner gleich
- zwischen
Bei zwischen wird ein zweiter Grenzwert eingeblendet.
Grenzwert
Der erste Grenzwert wird im Feld Wert eingetragen. Für zwischen steht zusätzlich Wert 2 zur Verfügung.
Verhalten bei leeren Daten
Für eine Datenreihe ohne auswertbaren Wert kann festgelegt werden:
- Ausgang true
- Ausgang false
- Fehler werfen
Diese Einstellung ist bei Wetterdaten besonders wichtig, da ein externer Dienst einzelne Werte oder Zeitbereiche nicht immer liefern kann.
Beispiele
Temperatur über Grenzwert
Wetterdaten Temperatur
└─> Prüfen: einmalig größer 30
└─> Logik
Das Ergebnis wird aktiv, wenn innerhalb der betrachteten Daten mindestens ein Wert über 30 liegt.
Durchschnittliche Windgeschwindigkeit
Wetterdaten Windgeschwindigkeit
└─> Prüfen: im Durchschnitt größer gleich 10
Bereich überwachen
Mit zwischen kann geprüft werden, ob sich die ausgewerteten Daten innerhalb eines definierten Wertebereichs befinden.
Empfehlungen
Definiere das Verhalten bei leeren Daten bewusst. Ein pauschales FALSE kann in manchen Anwendungen richtig sein, in anderen jedoch einen Datenfehler verdecken. Für kritische Funktionen kann Fehler werfen die bessere Wahl sein.