Logische ODER-Verknüpfung
Der Programm-Editor benötigt keinen separaten ODER-Funktionsblock. Ein logisches ODER entsteht dadurch, dass mehrere logische Quellen mit demselben nachfolgenden logischen Eingang beziehungsweise demselben Geräteausgang verbunden werden.

Funktionsprinzip
Sind mehrere logische Signale auf denselben logischen Verbraucher geführt, reicht ein aktives Signal aus, damit die entsprechende ODER-Bedingung erfüllt ist.
Bedingung A ───┐
├──> Ausgang
Bedingung B ───┘
Die logische Aussage lautet:
Ausgang = Bedingung A ODER Bedingung B
Damit können beliebig unterschiedliche Ursachen denselben Verbraucher aktivieren, beispielsweise:
- Zeitprogramm oder Wetterereignis,
- manuelle Freigabe oder Automatikbedingung,
- Warnung A oder Warnung B.
Kombination mit UND
ODER- und UND-Logik können kombiniert werden. So lässt sich beispielsweise ausdrücken:
(A ODER B) UND C
Bei umfangreichen Bedingungen empfiehlt es sich, die beteiligten Blöcke räumlich zu gruppieren und mit Textfeldern zu beschriften.
Mehrere ODER-Zweige
Ein Ausgang kann mehrere Verbindungen aufnehmen. Achte dabei darauf, nur Logiksignale zu einer logischen ODER-Verknüpfung zusammenzuführen. Für Werte oder Daten ist eine Mehrfachverbindung keine mathematische Addition oder Zusammenfassung.
Note
Eine ODER-Verknüpfung ist eine Eigenschaft des logischen Signalflusses. Werden mehrere numerische Werte zusammengeführt, entsteht daraus nicht automatisch eine Rechenoperation. Nutze dafür Arithmetik, Statistik oder einen anderen passenden Datenbaustein.