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Validierung und Fehlerbehebung

Der Programm-Editor prüft den Aufbau bereits während der Bearbeitung. Dadurch werden viele Fehler erkannt, bevor ein Programm aktiv auf dem Wetterrelais ausgeführt wird.

Validierungsfehler im Wetterrelais Programmeditor mit Hinweis auf eine ungültige Verbindung

Ungültige Verbindung

Eine Verbindung ist ungültig, wenn die Informationsarten der beteiligten Anschlüsse nicht zusammenpassen. Bereits vorhandene ungültige Verbindungen werden rot dargestellt.

Beispiel:

Wert ──X──> Logik

Lösung:

  • Verbindung löschen,
  • passenden Verarbeitungsblock einsetzen,
  • richtigen Ein-/Ausgangstyp am konfigurierbaren Block wählen.

Weitere Informationen: Verknüpfungsarten.

Offener Eingang oder Ausgang

Ein während der Bearbeitung eingefügter Funktionsblock kann zunächst offene Anschlüsse besitzen. Beim aktiven Übertragen prüft der Editor, ob die benötigten Anschlüsse vollständig verbunden sind.

Mögliche Lösungen:

  • fehlende Verbindung ergänzen,
  • unbenutzten Block löschen,
  • Programmlogik so umbauen, dass der Block vollständig eingebunden ist,
  • Zwischenstand zunächst als Entwurf speichern.

Verbindung lässt sich nicht herstellen

Prüfe in dieser Reihenfolge:

  1. Ist die Richtung Ausgang → Eingang korrekt?
  2. Haben beide Anschlüsse denselben Typ?
  3. Unterstützt der Zielblock den Typ Logik, Wert oder Daten?
  4. Ist bei einem dynamischen Block der richtige Typ eingestellt?
  5. Wurde beispielsweise bei Modbus der passende Registertyp gewählt?

Skalierung verhält sich nach dem Trennen anders

Das ist beabsichtigt. Die Skalierung übernimmt bei einer Verbindung den Typ Wert oder Daten. Wird die Eingangsverbindung gelöscht, wechselt sie wieder auf Daten / Wert und kann anschließend neu typisiert werden.

Programm kann nicht übertragen werden

Bei einer fehlgeschlagenen Validierung bleibt der aktuelle aktive Programmstand unverändert. Der Fehler wird als Meldung angezeigt und zusätzlich in einem Dialog erklärt. Der Dialog weist ausdrücklich darauf hin, dass das Programm so nicht lauffähig ist und deshalb nicht übertragen wurde.

Du kannst anschließend:

  • OK und Fehler beheben wählen und den Aufbau korrigieren oder
  • Als Entwurf speichern wählen, um den unvollständigen Stand ohne Ausführung zu sichern.

Typische Ursachen sind:

  • offene erforderliche Anschlüsse,
  • rote beziehungsweise typfalsche Verbindungen,
  • unvollständige Blockparameter,
  • fehlerhafter benutzerdefinierter Code.

Importiertes Programm enthält Fehler

Nach einem Import können Unterschiede durch Gerätemodell oder Softwarestand sichtbar werden. Prüfe insbesondere:

  • feste Geräteausgänge,
  • Modbus-Registerarten,
  • dynamische Anschlusstypen,
  • nicht mehr verfügbare Parameter oder Blockvarianten.

Ein importierter Stand sollte erst nach erfolgreicher Prüfung übertragen werden.

Fehler im Code-Block

Benutzerdefinierter Code wird zusätzlich gegen die erlaubte Syntax und die Sicherheitsregeln geprüft. Fehler können beispielsweise durch nicht erlaubte Imports, ungültige Methoden, falsche Rückgabewerte oder Ressourcenüberschreitungen entstehen.

Die vollständige Beschreibung steht unter Benutzerdefinierter Code.

Fehlende Wetterdaten

Wetterdaten können für einzelne Zeitpunkte oder Wettergrößen fehlen. Bausteine wie Prüfen bieten deshalb ein konfigurierbares Verhalten für fehlende Werte. Entscheide bewusst, ob fehlende Daten zu TRUE, FALSE oder einem Fehler führen sollen.

Keine Wirkung nach einer Änderung

Wenn eine Änderung im Editor sichtbar ist, sich am Gerät aber nichts ändert, wurde der neue Stand möglicherweise noch nicht aktiv übertragen. Prüfe, ob nur ein Entwurf gespeichert oder eine Datei exportiert wurde. Nur Übertragen startet den neuen Programmstand.

Vorgehen bei schwer nachvollziehbaren Fehlern

  1. Betroffenen Programmabschnitt mit einem Textfeld kennzeichnen.
  2. Signalfluss von der Quelle bis zum Verbraucher verfolgen.
  3. Verknüpfungsart an jedem Übergang kontrollieren.
  4. Parameter der beteiligten Blöcke prüfen.
  5. Zwischenergebnisse mit Ausgabevariablen sichtbar machen.
  6. Nicht benötigte Zweige vorübergehend entfernen oder separat testen.
  7. Vor größeren Umbauten einen Export sichern.

Tip

Eine Ausgabevariable ist für die Fehlersuche besonders hilfreich, weil interne Werte im Dashboard sichtbar gemacht werden können, ohne die eigentliche Programmlogik zu verändern.